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Beyond

Beyond VR

 

Prolog. Künstliche Intelligenzen (KI) sind die Zukunft unserer Welt und so fragen wir uns, wie diese KI’s aussehen werden. Mit dem schnellem Fortschritt der Technik in unserer Zeit steht uns das Zeitalter der KI’s kurz bevor. Dieses wird nicht nur unser Leben und die Zukunft der Menschheit entscheidend beeinflussen, sondern auch eine nie dagewesene Welt an neuen Gedanken und Ideen eröffnen. Die Technik des 3D-Druckens beispielsweise ermöglicht es, Ideen schneller als je zuvor zu entwickeln. Durch die VR-Technologie kann der Nutzer in neue Welten eintauchen und Hologramme lassen das Bild greifbar werden.

Zweifellos würde eine ausgereifte KI unser tägliches Leben grundlegend verändern. Wir werden elektronischen Geräten frönen, isolieren uns weiter von der Familie und gehen im sozialen Miteinander weiter auf Distanz. Dies führt dazu, dass wir Mitmenschen gegenüber eine gewisse Skepsis an den Tag legen, so wir sie denn überhaupt beachten oder ihnen persönlich entgegen treten. Es ist an der Zeit, aufzuwachen. Die zunehmend gleichgültiger werdenden Beziehungen in unserer Gesellschaft erfordern ein Umdenken und verlangen nach einer neuen Art der zwischenmenschlichen Kommunikation.

Bevor es die Sprache gab, kommunizierte der Mensch ausschließlich über die Körpersprache. Diese ist eine Art der nonverbalen Kommunikation und dient dazu, Informationen direkt und unvermittelt auszutauschen. Die Körpersprache beinhaltet den Gesichtsausdruck, Gesten, Augenbewegungen, Berührungen aber auch die Bewegung im Raum. Die Körpersprache wird fast überall in der Tierwelt genutzt, aber auch der Mensch machte von je her von ihr Gebrauch. Im Laufe der Entwicklung der Zivilisation lernte der Mensch mittels Sprache zu kommunizieren. Dies bedeutet jedoch nicht, dass der Körpersprache heute eine unbedeutende Rolle zukommen würde, zumal sie - bewusst oder unbewusst – nach wie vor eingesetzt wird und besonders in Situationen in denen kulturelle und sprachliche Barrieren überwunden werden müssen sehr hilfreich ist. Durch die weltweite Verfügbarkeit von günstigem Internet verlagert sich die Kommunikation vermehrt auf Onlinekanäle. Darüber hinaus gelangen wir auch an einen Großteil unserer täglichen Informationen über das Internet und teilweise verlieben sich sogar Paare online. Es kann mit Risiken verbunden sein, sich ausschließlich auf Informationen aus der virtuellen Welt zu verlassen oder vollständig auf reale Kommunikation zu verzichten. Dies würde gleichzeitig dazu führen, dass dadurch auch soziale Fähigkeiten leiden und zwischenmenschliche Beziehungen immer mehr verloren gehen. Dies bringt uns zu unserem Thema: Verbesserung der Kommunikation durch die Verwendung neuer Technologien im Zeitalter der künstlichen Intelligenz.

Hintergrund. Ein Großteil des körpersprachlichen Vokabulars ist angeboren, vieles wird jedoch im Laufe des Lebens dazugelernt. Es ist einfacher, neue Regeln der Kommunikation zu verstehen und zu akzeptieren, wenn diese sich an der ursprünglichen Körpersprache orientieren. Eine Katze beispielsweise kommuniziert jedwede  Stimmung mit ihrem Schwanz. So kann der Mensch allein an der Art und Weise der Bewegung des Schwanzes erkennen, in welchem Gemütszustand sich die Katze befindet. Bei Aufregung bewegt die Katze ihren Schwanz schnell und kraftvoll. Wenn sie aber Glücksgefühle verspürt, streckt sie diesen und bewegt ihn mit einem leichten Zucken oder einer Vorwärtsbewegung. Andere Tiere hingegen besitzen die Fähigkeit, ihre Körperfarbe zu ändern, um sich der Umgebung oder der Situation anzupassen. Wenn zum Beispiel ein männlicher Tintenfisch einem weiblichen Tintenfisch in Gegenwart anderer Männchen den Hof macht, zeigt dieser den anderen Männchen ein weibliches Muster, welches zur Ablenkung dient und dem Weibchen dann seine wahre Gestalt. Ähnlich den Tieren, nehmen Menschen unbewusst Körperhaltungen ein und senden damit anderen Menschen gegenüber bestimmte Signale aus. Eine aggressive Person strahlt eventuell Angriffslust aus, die diese Person einer anderen Person gegenüber dominant erscheinen lassen kann. Bei Angst, Schwäche und Unsicherheit strahlt die Körperhaltung Zurückhaltung und Devotion aus. Auch kann die Art, sich zu kleiden, bestimme Signale aussenden. Das Tragen von hochgeschlossenen Kleidern kann Wachsamkeit und Desinteresse bedeuten. Im Gegensatz dazu kann es das Ziel sein, zu gefallen, wenn man einen engen Minirock und eine tief ausgeschnittene Bluse trägt. Dennoch sind diese Signale nicht immer eindeutig und können Missverständnisse hervorrufen, wenn wir die Körpersprache nicht richtig lesen. Um dieser Problematik aus dem Weg zu gehen, haben wir folgende Idee entwickelt: eine zukunftsfokussierte Art der Kommunikation, die Gehirnströme nutzt und ihre Wurzeln in der 4D-Druck-Technologie und der Virtual-Reality-Technologie hat.

Konzept. Im Vergleich zur 3D-Druck-Technologie, verfügt die 4D-Druck-Technologie über die Zeit als vierte Dimension. Diese Technologie ermöglicht es, dass sich Strukturen auf eine vorprogrammierte Art und Weise verändern, wenn sie einem bestimmten Reiz ausgesetzt werden. Durch diese Technik sind zum Beispiel Produkte denkbar, die sich bedingt durch Hitze oder Feuchtigkeit so verändern, dass sie eine Verbesserung in Sachen Komfort und Funktionalität bieten können. Kleidung und Schuhe könnten ihre Form und Funktion ändern, wenn sich die Bedingungen der Umgebung ändern. In der Zukunft und über das 4D-Printing hinaus, könnte es eine Möglichkeit sein, dass der Aspekt der Gefühlswelt des Menschen eine bedeutendere Rolle einnimmt. Was wird passieren, wenn die Emotion als fünfte Dimension hinzugezogen wird? Kann ein Produkt sich aufgrund wechselnder Emotionen verändern? Die Antwort ist: Ja, wenn man sich die Kraft der Gehirnströme zunutze macht.

Das Gehirn ist die Kommandozentrale des menschlichen Körpers und ist zuständig für unser Denken, Fühlen und Handeln. Es besteht aus zwei Hälften, wobei jede dieser Hälften für bestimmte Funktionen zuständig ist. Mit fortschreitenden Erkenntnissen in der Gehirnforschung gewinnen wir mehr Erkenntnisse darüber, welche Teile des Gehirns welche Funktionen steuern. Diese Informationen sind ebenfalls entscheidend für die Erforschung der Zusammenhänge zwischen Bewegung und menschlicher Emotion. Kann man nun die Gehirnströme in verschiedenen Arealen des Gehirns messen und bestimmten Aufgabengebieten und Emotionen zuweisen, wäre es auch denkbar, dass unterschiedliche Wahrnehmungen auf verschiedene Art und Weise dargestellt werden, nachdem sie vom Gehirn verarbeitet und interpretiert worden sind.

Basierend auf diesem Prinzip wäre es möglich, dass man verschiedene Emotionen mit Hilfe des adäquaten Ausdrucks der Körpersprache kommunizieren kann. Jedoch ist es heutzutage in vielen Kulturen nicht üblich, seine Gefühle offen zu kommunizieren ohne sie in einen Schleier der Rücksichtnahme zu hüllen oder man möchte bestimmten Menschen gegenüber seine wahren Gefühle nicht zeigen. Doch wie kann man den Menschen, mit denen man tatsächlich kommunizieren will, seine wahren Gefühle zeigen? VR-Technologie könnte dabei helfen, diese Hürde zu nehmen.

Über die VR Technologie hinaus: VR-Technologie bedeutet heute, dass Nutzer mit Hilfe einer VR-Brille in Kombination mit einer projizierten Umgebung realistische Bilder, Geräusche oder andere Empfindungen wahrnehmen können. In der Zukunft könnte sich die VR-Technologie so entwickeln, dass diese auch ohne die heute benötigte VR-Ausrüstung genutzt werden kann. Was kann alles in den nächsten Stufen der 4D-Technologie erreicht werden? Was wird in der Zukunft der VR Technologie Wirklichkeit? Daraus resultiert unsere Hypothese: In der Zukunft kann man sich eine Vielfalt an virtuellen 3D-Welten konstruieren, die, abhängig von individuellen Gedanken und Gefühlen, auf unterschiedliche Art und Weise beschaffen sind. Somit werden neue interaktive Erlebnisse und innovative Wege der Kommunikation möglich. Verschiedene Personen nehmen dabei unterschiedliche Welten wahr, wobei sich dieses Phänomen nicht auf eine virtuelle Erscheinung beschränkt. Vielmehr sprechen wir hier von tatsächlich unterschiedliche Wahrheiten. Wir sprechen von der Fünften Dimension (5D).

Einsatz und Bedeutung des Themas: Gerade an öffentlichen Orten verpassen wir häufig die Chance, auf Menschen zuzugehen, die unser Interesse wecken. Zu oft steht uns die Schüchternheit im Weg. Doch in der 5D-Welt können wir verschiedenen Menschen unterschiedliche Gefühle durch eine Veränderung unseres virtuell-reellen Erscheinungsbildes vermitteln. Durch dieses Erscheinungsbild kann die Frau zum Beispiel ihre attraktive Ausstrahlung und flirtende Blicke dem Mann zeigen, der ihr gefällt und sich auch für diesen anders gekleidet darstellen. Allen anderen Männern gegenüber kann sie aber gleichzeitig eine desinteressierte, defensive Haltung einnehmen. Beide Fälle ereignen sich gleichzeitig in der fünfdimensionalen Welt. Wobei die Zielpersonen klar definiert sind und somit mehr Möglichkeiten für zwischenmenschliche Interaktionen geschaffen werden, während gleichzeitig die Privatsphäre gewahrt wird.

to be continued...